Familie
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Stark für Familien Wir wollen eine familiengerechte und kinderfreundliche Gesellschaft in Deutschland. Das gelingt nur, wenn wir die Familienpolitik ins Zentrum rücken. Ich selbst bin mit zwei Geschwistern aufgewachsen und durfte erfahren, was Familie für die Entwicklung von Kindern bedeutet. Familie ist für die CDU dort, wo Eltern für ihre Kinder und wo Kinder für ihre Eltern Verantwortung übernehmen. Familie ist damit die kleinste Einheit der Gesellschaft, die selbstständig ihr Leben organisiert und die erst dann auf Hilfe des Staates zurückgreift, wenn Sie selbst überfordert ist oder Aufgaben aus anderen Gründen nicht erfüllen kann. Dies empfinde ich nicht als Last, sondern als große Chance. Im Gegensatz zur SPD die das Heil im Kollektiv sucht, vertrauen wir der individuellen Freiheitsbefähigung des Menschen. Subsidiarität in diesem Sinne ist folglich ein Schutzprinzip freiheitlicher und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung gegen die Gefahren kollektivistischer Bevormundung. Die in der Familie erlernten Verhaltensweisen sind wesentliche Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben in der Zukunft. In der Familie erfahren Kinder Liebe, lernen ebenso Verantwortung für den Mitmenschen zu übernehmen, werden ganz spielerisch und selbstverständlich zu „Team-Playern“ und lernen so, was Solidarität mit unseren Mitmenschen bedeutet. Dasjenige Familienmitglied, das gerade schwach, krank oder pflegebedürftig ist, bedarf der besonderen Aufmerksamkeit und Hilfe durch die Familie. Damit erfahren Kinder durch Familie, welche Prinzipien elementar sind für eine freiheitliche, demokratische und solidarische Gesellschaft: die Prinzipien Subsidiarität und Solidarität. Die CDU hat sich in der Vergangenheit immer für Familien eingesetzt. Erziehungsgeld, Erziehungsurlaub, die Anerkennung von Erziehungszeiten in der Rentenversicherung, mehr Urlaub für die Pflege kranker Kinder, der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz – all dies sind Ergebnisse christlich demokratischer Familienpolitik. Doch die Vergangenheit verpflichtet im positiven Sinne auch für die Zukunft. Wir wollen weitermachen mit der Familienförderung in Deutschland und wollen die Hindernisse beseitigen, die Paare davon abhalten Kinder zu bekommen und großzuziehen. Die höchste Hürde in diesem Sinne ist laut Umfragen die Angst der Paare vor finanziellen Risiken. Daher ist es mir ein Anliegen, dass Väter und Mütter ihr Familien- und Berufsleben besser miteinander vereinbaren können. Dabei wollen wir Familien nicht vorschreiben, welches Lebensmodell sie für die Erziehung ihrer Kinder bevorzugen. Sowohl die Eltern, die zur Bestreitung des täglichen Lebensunterhaltes beide arbeiten müssen, als auch die Eltern, die sich dafür entscheiden, beruflich eine Auszeit zu nehmen und sich voll auf die Erziehung ihrer Kinder konzentrieren, bedürfen unserer Unterstützung. Wir wollen Wahlfreiheit für Familien, weil wir das Kindeswohl in den Vordergrund rücken und keine ideologischen Grundsätze. Unser Ziel bleibt es daher eine flächendeckende U3-Betreuung bis 2013 anbieten zu können. Nicht verstanden als Pflicht seine Kinder in die Obhut von Erziehern zu geben, sondern als Angebot für diejenigen Eltern, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht schaffen ihre Kinder so zu betreuen, wie es für eine gute Erziehung notwendig wäre. Neben Kinderkrippen und Kindertagesstätten brauchen wir auch Angebote für die Betreuung zu Hause. Wir setzen deshalb auf ein breit gefächertes Angebot, das auch die Tagespflege umfasst. Eine flexibel einsetzbare, gut ausgebildete und öffentlich geförderte Tagesmutter kann individuell auf die Bedürfnisse der Eltern und der Kinder eingehen. Auch hier unterscheiden wir uns von der SPD, die ihre Angebote weitgehend auf vollzeitarbeitende Eltern ausrichtet, die ihr Kind spätestens ein Jahr nach der Geburt in eine Kinderkrippe geben. Gleichzeitig wollen wir die Eltern unterstützen, die keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Ab 2013 erhalten diese deshalb ein monatliches Betreuungsgeld. Wir wollen das Elterngeld weiterentwickeln zu einem Teilelterngeld. Damit ermöglichen wir Eltern bis zu 28 Monaten reduziert zu arbeiten. Dafür bekommen sie für das ausfallende Einkommen Teilelterngeld und können sich Zeit für ihr Neugeborenes nehmen. Gleichzeitig erhalten sich Unternehmen ihre Fachkräfte und vermeiden lange Einarbeitungszeiten durch mehrjährige Abwesenheit ihrer Mitarbeiter. Damit schaffen wir Flexibilität für Kinder und Eltern. Familien leisten einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren unserer Gesellschaft in der Zukunft. Diese Arbeit wollen wir in Zukunft stärker honorieren, indem wir das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting ausweiten. Dazu wird der Grundfreibetrag für Kinder auf 8004 Euro – also den Satz von Erwachsenen – angehoben. Des Weiteren wollen wir Kindererziehungszeiten besser in der Rente berücksichtigen. Familienförderung beginnt mit einem Wandel in den Köpfen. Wir wollen das Immissionsschutz- und Bauplanungsrecht dahingehend konkretisieren, dass Kinderlärm kein Grund für Nachbarschaftsklagen sein darf. Wenn wir wollen, dass Kinder eben nicht den Großteil ihrer Freizeit damit verbringen Computer zu spielen, dann müssen wir es auch zulassen und Kinder in dieser Absicht auch unterstützen, draußen zu spielen, Sport zu treiben, die Natur zu erleben. Gerade weil Ehe und Familie für die CDU besonders schutzwürdig ist, wollen wir auch in Zeiten angespannter öffentlicher Kassen in der Familienpolitik einen Schwerpunkt setzen, denn wer an unseren Kindern spart tut dies zu Lasten der Zukunft unserer Gesellschaft. Wir vertrauen den Eltern, dass sie nur das Beste wollen für ihre Kinder und mit Liebe, Zuwendung und Zeit ihre Kinder in das Leben begleiten. Starke Familien sind daher der beste Kinderschutz. In Fällen von Misshandlung muss Kindern gezielt geholfen werden. Daher setzen wir uns für ein engmaschiges Netz aus Kinderärzten, Kindergärten, Schulen und Jugendhilfe ein, das frühzeitig Warnsignale erkennt und vorsorglich einschreitet. |









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