Mein persönlicher Werdegang

Ich wurde am 14. Februar 1984 als ältester von drei Geschwistern in Dortmund Berghofen geboren. Mein Elternhaus war politisch geprägt, nicht parteipolitisch (meine Eltern waren nicht Mitglied einer Partei) aber in dem Sinne, dass wir zuhause häufig über Politik und Verantwortung gesprochen haben. Meine Eltern haben mir den Satz mit auf den Weg gegeben: „Beklage Dich nicht über die Dinge, die Dich stören, sondern ändere sie“. Meine Brüder und ich wurden christlich erzogen, nicht dass wir jeden Sonntag in die Kirche gegangen wären, aber uns wurde beigebracht, dass jeder Mensch einzigartig ist, mit seinen Fähigkeiten und seinen Fehlbarkeiten. Demut gegenüber der Schöpfung und Toleranz, gegenüber andersdenkenden Menschen, verbunden mit der Aufforderung, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen.

Ich bin meiner Heimat Dortmund während meines bisherigen Lebens treu geblieben. So besuchte ich die Grundschule in Berghofen, anschließend das Gymnasium an der Schweizer Allee in Aplerbeck und absolvierte meinen Zivildienst ebenfalls in Aplerbeck bei der örtlichen Diakoniestation. Mein politisches Interesse wurde in der Schulzeit geweckt. Im Geschichtsunterricht sprachen wir über das Zeitalter der Industrialisierung und die soziale Frage. Vieler meiner Mitschüler diskutierten dieses Thema damals unter dem Motto Verteilungsgerechtigkeit. Ich habe mich damals eher mit dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit auseinandergesetzt und vor dem Hintergrund das Wirtschaftsmodell der Sozialen Marktwirtschaft verteidigt. Ich habe mich dann bei der Jungen Union Dortmund angemeldet und wurde nach einigen Jahren geschäftsführender Kreisvorsitzender für Dortmund. Meine Eltern haben mich zwar in meinem politischen Engagement unterstützt, haben aber sehr genau darauf geachtet, dass weder Schule noch Studium darunter litten. Nach dem Motto „Junge, lern erstmal etwas Anständiges“ waren die Prioritäten für die Unabhängigkeit von der Politik als Beruf klar verteilt.

Nach dem Zivildienst habe ich Betriebswirtschaft an der Uni Münster studiert. Das Studium habe ich als Diplom-Kaufmann 2008 abgeschlossen und habe anschließend als Projektentwickler bei der GELSENWASSER AG begonnen. Das Unternehmen gehört zu Deutschlands größten Trinkwasserversorgern, vertreibt Gas und Strom und beteiligt sich an kleineren und mittelgroßen Stadtwerken. Meine Tätigkeit bei GELSENWASSER habe ich mit Beginn der Legislaturperiode 2013 beendet.

Während des Studiums wurde ich 2007 stellvertretender Kreisvorsitzender der Dortmunder CDU. 2009 habe ich dann den Kreisvorsitz von meinem Vorgänger übernommen, der dieses Amt 25 Jahre ausgefüllt hat. Wenn es einen Mentor in politischen Fragen gibt, dann meinen Vorgänger, Erich G. Fritz. Er hat mich sehr unterstützt und sich mit anderen dafür eingesetzt, dass ich 2009 erstmals für den Deutschen Bundestag kandidieren konnte. Noch heute vertraue ich auf seinen klugen Rat.

Mit der Übernahme des Kreisvorsitzes traf ich eine Entscheidung zur Politik als Beruf. Diese Funktion ist ehrenamtlich, aber sehr zeitaufwändig. Bis heute habe ich große Freude an der Aufgabe: die Gespräche mit Bürgern, die Diskussion mit unseren Mitgliedern, die Sitzungen der Ratsfraktion und des Kreisvorstandes – sie alle prägen mein politisches Bewusstsein aus der Kommunalpolitik. Diese Sichtweise möchte ich mir gerne erhalten, denn die Auswirkungen unserer Politik sind gerade vor Ort konkret begreifbar.

Seit 2010 bin ich mit meiner Frau Ina verheiratet, die ich in meiner Schule kennengelernt habe. Sie ist mein Rückgrat und unterstützt mein politisches Engagement nach Kräften. 2014 wurde unsere Tochter Emilia geboren. Auch wenn das Leben eines Politikers nicht unbedingt familienfreundlich ist, versuchen wir die freie Zeit, die wir haben, intensiv zu nutzen.